Diese 5 Fahrrad-Teile solltest du regelmäßig checken

Es gibt ein paar Dinge am Fahrrad, die sollte man regelmäßig über­prüfen, damit dein Draht­e­sel immer ein­wand­frei läuft. Wir haben die wichtig­sten 5 aufgezählt und geben euch ein paar Tipps mit dazu, wie ihr vieles auch Zuhause wieder repari­eren kön­nt.

Text: Jana Zori­cic
Fotos: Jana Zori­cic

Immer mehr Men­schen ent­deck­en das Fahrrad als neues Hob­by oder lassen die alte Lei­den­schaft wieder aufleben. So lästig und zer­mür­bend wie sich die Coro­na-Pan­demie mit­tler­weile anfühlt, find­en wir es beson­ders schön, eine neue Sache zu ent­deck­en, die uns allen ein biss­chen mehr Spaß in den All­t­ag zaubert. Und beson­ders viel Spaß macht es natür­lich, wenn das Fahrrad immer ein­wand­frei läuft. Deswe­gen soll­test du auf diese 5 Dinge beson­ders acht­en.

1. Deine Schaltung

Deine Schal­tung hat schon immer ein biss­chen gez­ickt, aber so schlimm war es nie, dass du dich mal damit beschäftigt hast? Oder sie lief immer ein­wand­frei und auf ein­mal nicht mehr so rund? Dann ist es Zeit, deine Schal­tung genauer unter die Lupe zu nehmen. Was du dafür brauchst: ein Innensech­skant-Set, eine SRAM B‑Gap Lehre (wenn du einen 12-fach Antrieb von SRAM fährst) und ein biss­chen Fin­ger­spitzenge­fühl. Aber, Achtung! Die Schal­tung selb­st einzustellen erfordert Geduld und Zeit. Wenn du auf Num­mer sich­er gehen willst, ist es immer die bessere Wahl, die Werk­statt deines Ver­trauens aufzusuchen!

Hier gibt es ein sehr hil­fre­ich­es Video dazu, in dem Max von SRAM euch erk­lärt, wie es richtig geht:

Mehr Infos zum B‑Gap Tool:

2. Dein Schaltzug

Manch­mal hil­ft auch das peni­bel­ste Ein­stellen nichts, dann muss wahrschein­lich ein neuer Schaltzug her. Hier ist eine kleine Kurzan­leitung, aber wir wer­den euch in Zukun­ft bes­timmt eine umfassende Schritt-für-Schritt-Anleitung schreiben.

Zuerst schal­test du in den schw­er­sten Gang und lock­erst die untere Schraube an deinem Schaltwerk – jet­zt ist der Schaltzug nicht mehr auf Span­nung und kann prob­lem­los getauscht wer­den. Jet­zt schraub­st den Schalthebel von deinem Lenker und schraub­st du den Deck­el von deinem Schalthebel ab. Dort wirst du den Anfang deines Schaltzugs in Form eines Knopfes sehen. Den kannst du her­ausziehen, bis der Schaltzug aus der Schalthülse ent­fer­nt ist.

Den neuen Schaltzug wieder durch die Schalthülse schieben, bis das untere Ende am Schaltwerk angekom­men ist. Achte beson­ders gut darauf, dass der Zug am Schaltwerk richtig ver­legt ist. Schaltzug kürzen, nur hand­fest anziehen und mit der Schraube wieder befes­ti­gen. Das Ende des Schaltzugs mit ein­er End­kappe abdeck­en. Fer­tig! Auch hier gilt: wenn du dir das nicht zutraust, kon­tak­ti­er die Werk­statt deines Ver­trauens!

Geheimtipp: Den Ver­lauf des Schaltzugs vorher fotografieren und mith­il­fe des Bildes ver­legen.

Nach­dem du in den schw­er­sten Gang geschal­tet hast, kannst du diese Schraube lösen, bis du den Schaltzug ent­fer­nen kannst. Die Hülse am Ende wird natür­lich vorher abgeschnit­ten.

Wenn du deinen SRAM-Schalthebel abmon­tiert hast, ent­deckst du in der Mitte der Ober­seite eine kleine Schraube. Mit dieser kannst du die Abdeck­ung ent­fer­nen.

Keine Angst vor diesem Anblick – das einzige, was du brauchst, ist diesen Knopf. Das ist der Anfang des Schaltzugs, den du ein­fach her­ausziehen kannst.

Mith­il­fe eines Fotos kannst du dir merken, wie der neue Schaltzug richtig ver­legt wird. Wichtig: den neuen Schaltzug nur hand­fest befes­ti­gen, man muss nicht feste daran ziehen.

3. Deine Kette

Wohl eins der Dinge, die man viel zu sel­ten macht und am Ende sehr viel Geld kosten: die Kette über­prüfen. Denn diese leiert unter der Tret­be­las­tung mit der Zeit aus und zieht damit auch die restlichen Teile des Antriebs in Mitlei­den­schaft. Im schlimm­sten Fall musst du also alles ein­mal tauschen – statt nur der Kette.

Also lieber gle­ich zur Ket­ten­lehre greifen und in ein paar Sekun­den Klarheit haben. Wenn die Lehre so wie auf dem Bild nicht kom­plett in der Kette versinkt, ist alles noch im grü­nen Bere­ich. Sobald die Ket­ten­lehre kom­plett rein­passt, ist es höch­ste Zeit für eine neue Kette. Am besten sollte man also schon die Kette wech­seln, wenn die Lehre schon ein biss­chen in die Kette rutscht (bei dem 0,75 % Wert).

Geheimtipp: zu ein­er gehärteten Kette greifen. Die Ket­ten aus den SRAM-Grup­pen XX1 und X01 sind mit einem beson­deren Härte-Ver­fahren vere­delt und hal­ten so deut­lich länger. Sie kosten zwar auch mehr, sind aber die Investi­tion abso­lut wert.

Fällt die Lehre bei 0,75 % in die Kette, am besten bere­its aus­tauschen. Bei 1,00 % ist bere­its höch­ste Zeit! Also immer regelmäßig über­prüfen.

Dank dem SRAM-Ket­ten­schloss ist das Ket­tewech­seln ein Kinder­spiel.

4. Deine Reifen

Sind die Stollen runter, kündi­gen sich irgend­wo Risse an, ist vielle­icht Zeit für einen Neuen? Ja, Reifen tauschen kann eine wirk­lich ner­ve­naufreibende Gele­gen­heit wer­den. Aber bess­er, als mit einem Plat­t­fuß im Wald zu ste­hen und das Loch im schlimm­sten Fall gar nicht mehr repari­eren zu kön­nen, oder? Dieses Exem­plar muss ganz drin­gend aus­ge­tauscht wer­den – nach einem lan­gen Som­mer in den Alpen macht selb­st der beste Reifen irgend­wann schlapp.

Ein paar Abfahrten würde dieser WTB Vig­i­lante vielle­icht noch aushalten…aber das wars dann auch.

5. Deine Bremsbeläge

Es mag kom­pliziert ausse­hen, aber Brems­beläge check­en und wech­seln ist ein Kinder­spiel. Bei Scheiben­brem­sen ist es nur ein Schräubchen das gelöst wer­den muss, sowie eine kleine Sicherungsklam­mer. Bei manchen Mod­ellen ist es sog­ar nur eine Klam­mer, die man auf­biegen und her­aus­nehmen muss. Dann kön­nen die Brems­beläge ein­fach her­ausgenom­men und bei Bedarf getauscht wer­den.

Bei Bremss­chuhen für Fel­gen­brem­sen ist es ein biss­chen aufwendi­ger: erst die Bremse aushän­gen, dann bei­de Bremss­chuhe lösen, die neuen wieder dran schrauben und die Bremse wieder ein­stellen. Im Zweifels­fall gilt also immer: zum Händler des Ver­trauens gehen und einen Fach­mann an die Arbeit lassen.

Mit zwei Hand­grif­f­en sind die Brems­beläge aus­ge­baut.

Diese Beläge sind noch kaum abgenutzt und kön­nen wieder einge­baut wer­den. Ist der Belag nur noch so dünn wie die Klam­mer um den Belag, ist es höch­ste Zeit für neue.

Nur nochmal zum Mitschreiben: über­prüfen heißt nicht, dass du sie auch selb­st aus­tauschen oder repari­eren musst. Wichtig ist nur, dass du weißt, wann es Zeit ist, zu han­deln. Ob du das am Ende selb­st machst oder dein Fahrrad lieber in die Werk­statt bringst, das entschei­dest du ganz allein! Uns liegt es am Herzen, dass dein Draht­e­sel allzeit bere­it ist.

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