Transcimbrica 2020: Dänemark für Einsteiger

In der Nacht vom 7. März, um genau 00.01 Uhr startet am Ham­burg­er Café „Time­less“ die 5. Tran­scim­bri­ca. Die Langstreck­en-Self­sup­port-Fahrt führt die knapp 50 gemelde­ten Teil­nehmer von Ham­burg an die Nord­spitze Däne­marks nach Ska­gen und wieder zurück in die Hans­es­tadt. Ins­ge­samt sind dieses Jahr 1.369 Kilo­me­ter zurück­zule­gen.

Für fahrzeit.si mit dabei ist Josh Schenk aus Göt­tin­gen. Es ist sein erstes Mal bei der Tran­scim­bri­ca. Genauer gesagt: Sog­ar sein erstes Mal in Däne­mark: „So sehe ich in einem Rutsch das ganze Land im Osten ein­mal hoch bis zur Nord­spitze und dann an der West­küste herunter heimwärts nach Ham­burg“, freut sich der aus­ge­bildete Zweirad­mechaniker.

Josh ist bere­it für Däne­mark!

Wind, Witterung und Dunkelheit

Anfang März, während die meis­ten Rad­sportler noch Grund­la­genkilo­me­ter schrubben, geht es hier bere­its zur Sache: „Klar, 1.300 Kilo­me­ter sind eine Menge, aber die Her­aus­forderung kommt sich­er mehr durch das Wet­ter und den Wind“, ist Josh überzeugt. Die Erzäh­lun­gen aus den Vor­jahren nähren seinen Respekt: Minus­grade, Schneere­gen und steife Brisen haben das Fahrerfeld oft bere­its nach weni­gen Hun­dert Kilo­me­ter deut­lich dez­imiert.

Man muss gut gerüstet sein, son­st kann die Tran­scim­bri­ca schnell nach hin­ten los­ge­hen.

In einem Jahr schaffte es kein Fahrer regelkon­form zurück nach Ham­burg. Dazu kommt die Dunkel­heit. Bei kaum fünf Son­nen­stun­den am Tag ist eine gute Lich­tan­lage am Rad gefragt: „Ich habe mir extra ein Laufrad mit Naben­dy­namo geliehen“, so Josh, „dann habe ich immer reich­lich Licht und kann zudem Handy und Co. bei der Fahrt laden.“

Reife(n) Entscheidung

Viele Gedanken hat sich der Göt­tinger zur Berei­fung gemacht: „Die Strecke fol­gt zwar in weit­en Teilen den EuroV­elo3- und EuroV­elo12-Rad­fer­n­we­gen und man kön­nte meinen, dass diese durch­weg gut asphaltiert sind. Das ist aber nicht der Fall. Es wird dur­chaus sandig und matschig“, so Josh mit eini­gen Sor­gen­fal­ten auf der Stirn. Sein Reifen der Wahl ist der „Byway“ von WTB. „Die 44-Mil­lime­ter-Ver­sion auf 622er Fel­gen erscheinen mir ide­al: Die glat­te Mit­tel­lauf­fläche sorgt für Tem­po auf Asphalt und die Schul­ter­stollen brin­gen Trak­tion, wenn der Unter­grund lose oder matschig wird.“

Als Fahrrad­mechaniker verzichtet er natür­lich auf Schläuche und fährt tube­less. „Spart Energie und ver­hin­dert Plat­ten“, so seine nüchterne Analyse. Für Not­fälle hat er Dicht­milch und einen „Dart“-Flickenstecher von Stan’s Notubes dabei. Sein wichtig­ster Aus­rüs­tungs­ge­gen­stand wird indes die Lenker­tasche „Stuff Cad­dy“ von Lezyne wer­den, davon ist Josh überzeugt. „Hier packe ich meine Snacks für unter­wegs und meine Gopro rein. Da werde ich wohl ziem­lich oft hine­in­greifen …“

Dickes Blatt

An seinem Sal­sa Cut­throat hat er zudem lange Schutzbleche mon­tiert. Von Zipp kommt der neue Grav­el-Lenker namens „Ser­vice Course SL-70 XPLR“ zum Ein­satz. „Der Flare gibt Sicher­heit im Gelände und erlaubt den­noch eine aero­dy­namisch schmale Griff­bre­ite auf dem Bremshebel,“ sagt Josh und ergänzt: „Wenn es ganz windig wird, liege ich ohne­hin auf dem Triathlon-Auf­satz.“

Das reg­uläre 34er-Ket­ten­blatt wich einem 38er-Blatt: „Auf der Strecke sam­meln sich über 4.200 Höhen­meter an, aber es gibt keine lan­gen Anstiege, insofern habe ich lieber mehr Ent­fal­tung für die Pas­sagen mit Rück­en­wind“, erk­lärt uns Josh den Wech­sel. Wie es Josh bei sein­er ersten (Hammer-)Fahrt durch Däne­mark erge­ht, lässt sich live auf Spot­wal­la ver­fol­gen.

Wer in Ham­burg ist, der kann auch die Atmo­sphäre am Start genießen, die Fahrer tre­f­fen sich am Fre­itagabend bere­its lange vor der Abfahrt im Café Time­less in der Blanke­neser Land­straße 67.

Mehr Infos zum Event: https://transcimbrica.wordpress.com

Mehr zu Josh: https://linktr.ee/Zwoshy

Alle Fahrzeit-Berichte zur Tran­scim­bri­ca 2020 find­est du hier.