Lust auf eine Runde Gravel? Die 11 besten Ausfahrten des Jahres!

So, mit der Über­schrift hängt die Lat­te natür­lich hoch: Für die fahrzeit.si-Leser nur das Beste! Und das Beste in Sachen Grav­el-Fahrten ist so vielfältig wie das Grav­el­bike selb­st. Für manche geht es darum, auf schlecht­en Straßen dahinzu­gleit­en und manche Splittpas­sage mit­nehmen zu kön­nen und andere reizen mit 40-mm-Reifen und Rennlenker die Gren­zen des Mach­baren auf dem Sin­gle­track aus, vom Forstweg bis zum aus­getrock­neten Fluss­bett mit mel­o­nen­großen Steinen. Und genau­so facetten­re­ich sind unsere Empfehlun­gen. Allen gemein­sam ist, dass sie keine Anreise jen­seits der Lan­des­gren­ze benöti­gen. Wir haben kalen­darisch sortiert. Los geht’s!

1. Mit Black Metal in die Saison starten

22.02.2020, Dark Pen­ta­grav­el, Ham­burg-Har­burg

Erik, Knut und Bernd laden mit dem Dreik­lang „Black Met­al, Black Cof­fee, Black Trails“ am 22. Feb­ru­ar zum „Dark Pen­ta­grav­el“ in die Har­burg­er Berge ein. Man soll sich und sein Rad auf 130 matschige und dreck­ige Kilo­me­ter ein­stellen und ein GPS-Gerät dabei haben. Statt ein­er Route wer­den nur die Koor­di­nat­en der Check­points bekan­nt gegeben. Und dann geht sie los, die Fahrt durch die Nacht …

https://www.facebook.com/events/kärntner-hütte/dark-pentagravel-130-km-mud-dirt-and-black-metal/2509027822711054/

2. Folge der Kogge

16.04.2020, Hanse-Grav­el, Ham­burg

Von Ham­burg geht es über 605 Kilo­me­ter – meist auf dem Hanseat­en­weg – ost­wärts nach Stet­tin. Statt alpin­er Pässe gibt es ein stetiges seicht­es Auf und Ab mit manch sandi­ger Pas­sage. Laut Hanse-Grav­el-Mas­ter­mind René Fis­ch­er ist Hanse-Grav­el der per­fek­te Ein­stieg ins Bikepack­ing und bietet aber auch dem erfahre­nen Teil­nehmer aus­re­ichend Span­nung, um die Fahrt unvergesslich wer­den zu lassen. Das scheint sehr ein­ladend zu wirken: Bere­its 210 Leute haben sich für die 2020er-Aus­gabe angemeldet. https://www.hansegravel.com

3. Urbanes Kurven-Massaker

26.04.2020, 3. Frank­furter Gref­fel­ründ­sche, Frank­furt

Wer es hart an einem Tag mag, lange Ger­aden ver­ab­scheut und generell lieber im Dun­stkreis der Großs­tadt unter­wegs ist, für den hat Ken Kölz­er mit dem Frank­furter Gref­fel­ründ­sche genau die richtige Aus­fahrt kreiert: 303 Kilo­me­ter und 2.000 Höhen­meter in einem wilden Zick­za­ck quer und längs, drunter und drüber, kreuz und quer und rund um Frank­furt, dass einem schwindelig wird und die Ori­en­tierung schnell ver­loren ist. „Du fährst weit und ver­lässt den­noch kaum die Stadt. Es gibt wenig Asphalt. Keine Chance mal durchzu­at­men“, schrieb ein Mit­fahrer. http://www.greffelruendsche.de

4. Noch unbekanntes Vergnügen

10.05.2020, Oden­wald-Odyssey, Hei­del­berg

Noch ist nicht so viel über die 2020er-Oden­wald-Odyssey bekan­nt. Aber weil Micha Ziegler dahin­ter ste­ht und dieser den Oden­wald wie seine Wes­t­en­tasche ken­nt, kann man sich­er sein, auch 2020 wieder auf fein­sten Pfaden östlich von Hei­del­berg unter­wegs zu sein. Bei der Ein­tages­tour wird es zwei Streck­en­län­gen geben. Mehr Infos bald unter http://flarebicyclefestival.com

5. Auf, lasst uns Turmhöhenmeter sammeln!

16.05.2020, Climb the Eifel­tow­ers, Klot­ten 

Hol­ger Loosen ist ein­er der kreativ­en Köpfe der noch jun­gen Grav­el-Szene im Land und hat nach dem Eifel-Grav­eller den „Climb the Eifeltowers“-Alleycat erson­nen. Beim „CtE“ müssen aus ein­er Liste von zwölf Eifeltür­men fünf ange­fahren wer­den. Welche dies sind, welche Strecke und Rei­hen­folge du wählst, ste­ht dir eben­so frei wie die Fahrzeug­wahl. Weil aber zu keinem der Türme eine asphaltierte Straße führt, dürften reich­lich Grav­el­bikes am Start sein. Gewon­nen hat übri­gens nicht der oder die Schnell­ste, son­dern jen­er Fahrer, der die meis­ten „Turmhöhen­meter“ sam­melt: Es gibt also reich­lich zu pla­nen und viel Raum für strate­gis­che Vorüber­legun­gen. Manche Raf­fi­nesse im Regel­w­erk heizt die Vor­freude weit­er an!

https://eifel-graveller.de/climb-the-eifeltowers/

6. Vier gewinnt!

21.05.20, Main­franken-Grav­eller, Würzburg

Gle­ich vier Mit­tel­ge­birge nimmt der Main­franken-Grav­eller von Jochen Klein­henz unter die Räder: Spes­sart, Haßberge, Rhön und Steiger­wald. „Du magst tolle Aus­sicht­spunk­te?“, fragt der Erfind­er auf der MfG-Web­seite und macht klar, hier sind ordentlich Höhen­meter zu sam­meln: Ins­ge­samt 9.000 Höhen­meter auf 600+ Kilo­me­tern. Zumeist durch Wälder, über Felder und jen­seits des Straßen­verkehrs. Die Streck­en­qual­ität vari­ierte in der Ver­gan­gen­heit, ten­den­ziell sollte man lieber zu bre­it­eren Reifen greifen, statt die Pneuwahl am klas­sis­chen Ren­nrad auszuricht­en … https://www.mainfrankengraveller.de

7. Harte Nuss: Kreuz und quer durch den Taunus

11.06.2020, Taunus-Bikepack­ing, Hofheim

Es sind knapp 15.000 Höhen­meter auf 1.000 Kilo­me­tern zu bewälti­gen. Dass die Fahrt sehr abwech­slungsre­ich wird, darauf deuten Pas­sagen der Info­s­eite wie diese hin: „Das Streck­en­pro­fil ist anspruchsvoll, mit ca. 20 Höhen­metern pro Kilo­me­ter. Län­gere Flach­stücke gibt es nicht. Viele Anstiege sind rel­a­tiv kurz aber steil, und der Unter­grund wech­selt ständig. Nach dieser Runde kennst du den Taunus bess­er als die meis­ten Ein­heimis­chen. Die Strecke ver­läuft größ­ten­teils abseits der Straßen, auf ruhi­gen Wirtschafts- und Forstwe­gen und vere­inzelt auf unbe­fes­tigten Pfaden.“ Das Starter­feld zum Taunus-Bikepack­ing von Jesko von Werth­ern ist auf 99 Men­schen lim­i­tiert und bere­its „voll“. Gegen­wär­tig kann man sich nur auf ein­er Warteliste ein­tra­gen: https://taunus-bikepacking.com

8. Gravel-Klassiker am Bodensee

18.07.2020, Bodensee-Grav­el, Ravens­burg

Bere­its zum sech­sten Mal find­et am 18. Juli 2020 der leg­endäre Bodensee-Grav­el statt. Was als kleine Tour unter Fre­un­den der Marke Vpace begann, darf heute mit Fug und Recht von sich behaupten, die tra­di­tion­sre­ich­ste Grav­el-Aus­fahrt des Lan­des zu sein. Sören Zieher bietet ein feine Strecke durch die Bodensee-Region mit toller Verpfle­gung und oblig­a­torischen Badestopp am See. Für 2020 schreibt er „Wir freuen uns auf die neue abwech­slungsre­iche Ostroute und auf Euch“. Die Anmel­dung wird am 2.2.2020 um 20 Uhr auf der Web­site geöffnet:

https://www.vpace.de/bodensee-gravel-giro/

9. 16 Bundesländer: Alle in einem Rutsch!

01.08.2020, Sweet Six­teen, Mün­ster

2020 jährt sich die deutsche Wiedervere­ini­gung zum 30. Mal und das hat Mark Humme zum Anlass genom­men, alle 16 Bun­deslän­der mit ein­er Route zu verbinden. Den Unter­grund nen­nt er „Groad“ (Grav­el and Road). Es wird im Bikepack­ing-Selb­stver­sorg­er­modus in Mün­ster ges­tartet und geht über 2.800 Kilo­me­ter und sat­ten 25.000 Höhen­meter ein­mal durch die wiedervere­inte Repub­lik.

Die läng­ste Grav­el-Tour Deutsch­lands! Hier ein paar High­lights der Route: Teu­to­burg­er Wald, Her­manns­denkmal (Det­mold), Lan­dungs­brück­en (Ham­burg), Steilküste bei Brodten, Grünes Band, Berlin­er Mauer­weg, Bran­den­burg­er Tor, Niko­laikirche (Leipzig), Brock­en, Möd­lareuth („Lit­tle Berlin“), Esel­sweg, Alte Brücke (Hei­del­berg), „Eisen­werk Völk­linger Hütte“ und Deutsches Eck (Koblenz). https://www.bikepackingsweetsixteen.de

10. Zweite Auflage, erstmals im Sommer

01.08.2020, Holy-Grav­el 2020 Sum­mer-Edi­tion, Ham­burg

Die erste Aus­gabe des Holy-Grav­el fand Ende Okto­ber 2019 statt: Es war kalt, nass und dunkel. Dage­gen ver­spricht die Holy-Grav­el 2020 Sum­mer-Edi­tion auf wahlweise 555 oder 666 Kilo­me­ter beste Grav­el-Unter­hal­tung bei gutem Wet­ter in den Weit­en nördlich von Ham­burg. Dieses Jahr wird laut der Crew um Bernd Schau­di­en im Uhrzeigersinn gefahren. Die Teil­nahme ist kosten­los, eine Spende an die Car­i­tas in Ham­burg wird „nahe gelegt“. Bade­sachen nicht vergessen! https://holygravel.de

11. Kleine Runde, große Freude!

27.09.2020, Urban-Cross-Straßen­schlacht, Lim­bach-Ober­frohna

Wer mit seinem Grav­el­bike ein­mal ein kurzes und knack­iges Event fahren möchte und dabei auf den Spuren des nahen Ver­wandten, dem Cross­er, wan­deln möchte, dem sei die Velo-Urban-Cross-Chal­lenge in Lim­bach-Ober­frohna ans Herz gelegt. Auf dem 2,1 km kurzen Rund­kurs geht es über kün­stliche Hin­dernisse und auf wech­sel­nden Unter­grün­den durch den Ort, unter anderem auch durch (!) die Stadthalle. Jed­er und jedes Fahrrad darf mit­fahren. Für Kinder gibt es
eine gekürzte und vere­in­fachte Vari­ante. https://strassenschlacht-cx.de

Hin­weis: Die Bilder sind von den Web­seit­en der jew­eili­gen Fahrten ent­nom­men!