So findest du die passenden (MTB-)Griffe

Den passenden MTB-Griff für sich zu find­en kann zu ein­er echt­en Grund­satz-Diskus­sion wer­den. Doch am Ende kommt es ganz darauf an, welchen Griff du per­sön­lich am besten find­est. Deswe­gen haben wir am Beispiel von ODI einen kleinen Überblick darüber erstellt, wie viele ver­schiedene Griffe es fürs Moun­tain­bike gibt und wie du den passenden für dich find­est.

Zu nächst müssen wir aber eine Grund­satzfrage klären: Warum sind passende Griffe über­haupt wichtig?

Es ist im Prinzip wie mit jedem anderen Teil am Fahrrad: Der richtige Griff kann den Kom­fort auf dem Fahrrad sig­nifikant erhöhen. Dazu kommt, dass Griffe ein­er der drei Kon­tak­t­punk­te zwis­chen dir und deinem Fahrrad sind. Deine Füße ste­hen auf dem Ped­al, dein Hin­tern sitzt (bergauf) auf dem Sat­tel und deine Hände greifen den Lenker. Was zwis­chen dir und dem Lenker steckt, kann also maßge­blich dazu beitra­gen, wie wohl du dich auf deinem Fahrrad fühlst.

Der richtige Griff kann dafür sor­gen, dass du dich auf deinem Bike noch wohler fühlst.

Mit deinen Armen und deinem Oberkör­p­er bes­timmst du die Rich­tung, ver­lagerst dein Gewicht und dämpf­st die Schläge, die von unten kom­men. Deshalb tauchen meis­tens die ersten Müdigkeit­ser­schei­n­un­gen in den Armen auf – und der berüchtigte “Arm­pump” ist die Folge.

Fol­gende Fak­toren soll­test du bei der Wahl deines Griffs berück­sichti­gen:

  1. Ein­satzbere­ich
  2. Mate­r­i­al
  3. Ober­fläche
  4. Durchmess­er
  5. Länge
  6. Kom­fort vs Per­for­mance
  7. Lock-On oder kein Lock-On?

Einsatzbereich

Moun­tain­biken ist nicht gle­ich Moun­tain­biken – fährst du am lieb­sten Cross-Coun­try, Trail oder Enduro? Oder bist du einge­fleis­chter Down­hiller? Es gibt für jeden Ein­satzbere­ich das passende Bike und auch den passenden Griff. Beim Cross-Coun­try geht es um Per­for­mance: jedes Fünkchen Kraft, die in das Fahrrad investiert wer­den, müssen in Schnel­ligkeit über­tra­gen wer­den. Das gilt auch (und beson­ders) für Griffe. Beson­ders dicke und weiche Griffe werdet ihr also sel­ten an XC-Pfeilen find­en. Im Bere­ich Trail, All Moun­tain oder Enduro kann man prob­lem­los zu weicheren, kom­fort­ableren Grif­f­en greifen, um die Schläge von unten zusät­zlich zum Fahrw­erk abzufed­ern. Geht es aber in den Race-Bere­ich (egal ob Enduro oder Down­hill) kann es sein, dass ein weicher­er, dick­er­er Griff sich zu schwammig anfühlt. Aaron Gwins Sig­na­ture Griff z.B. ist sehr dünn mit ein­er ver­hält­nis­mäßig harten Gum­mimis­chung. Der erste Ansatzpunkt, wenn es um die Grif­fwahl geht, ist also als erstes, wo und wie du dein Bike am meis­ten bewegst.

Das passende Material

  1. Schaum­stoff: Schaum­stof­f­griffe wie der ODI F1 sind beson­ders unter XC-Fahrern beliebt, weil sie nicht nur beson­ders leicht und gün­stig sind, son­dern auch gute Dämp­fung­seigen­schaften besitzen ohne zu schwammig zu wer­den und so für eine direk­tere Kraftüber­tra­gung sor­gen. Lei­der haben sie aber eine sehr kurze Lebens­dauer.
  2. Gum­mi: Der Klas­sik­er unter den Grif­f­en. Es gibt Gum­mimis­chun­gen wie Sand am Meer, die von beson­ders weich bis stein­hart reichen. Weicheres Gum­mi dämpft bess­er, kann aber für ein schwammiges Gefühl sor­gen und sich schneller abnutzen. Härteres Gum­mi ist lan­glebiger und direk­ter, dafür aber weniger kom­fort­a­bel.
  3. ODI A.I.R.E. – das Beste aus bei­den Wel­ten: die neue A.I.R.E.-Technologie von ODI vere­int die Eigen­schaften von leichtem Schaum­stoff und halt­barem Gum­mi. Den neuen ODI Dread­lock haben wir schon aus­pro­biert und ein erstes Faz­it präsen­tiert. Am besten glänzt der Dread­lock aber als leichter, grif­figer Cross-Coun­try Griff.
Schaum­stoff: leicht, gün­stig und kom­fort­a­bel
Gum­mi: dem Mate­r­i­al sind keine Gren­zen geset­zt.
A.I.R.E.: leicht wie Schaum­stoff, grif­fig Gum­mi – hier im neuen ODI Dread­lock

Die passende Oberfläche

Eine feine dia­mant­för­mige Struk­tur sorgt für guten Grip auch bei schwitzen­den Hän­den, nutzt sich aber recht schnell ab. Feine Lamellen wie am ODI Long­neck, ein­er der beliebtesten Griffe, sor­gen für bessere Dämp­fung, kön­nen für Ren­n­fahrer eventuell zu schwammig sein. Deswe­gen bevorzu­gen Ren­n­fahrer meis­tens ein härteres Pro­fil.

Oft wer­den auch ver­schiedene Ober­flächen und Einker­bun­gen kom­biniert, um den Kom­fort zu erhöhen. Der ODI Elite Pro hat ober­halb und unter­halb des Griffs ein zusät­zlich­es Waf­fel­muster um für besseren Halt an den Fin­gern zu sor­gen. Die Schaum­stof­f­griffe F.1 und den Dread­lock gibt es mit Einker­bun­gen für die Fin­ger, für mehr Griff­sicher­heit.

Im Bere­ich Ober­fläche sind der Kreativ­ität keine Gren­zen geset­zt: von Marken-Logos wie SDG oder Yeti oder sog­ar Griffe in Form der berühmten Vans-Sohle. Funk­tionell machen diese ver­schiede­nen Muster keinen großen Unter­schied – im Gegen­satz zu der Pla­tizerung der jew­eili­gen Einker­bun­gen und For­men, die speziell dafür gemacht sind, besseren Grip an den Hän­den zu haben.

Der passende Durchmesser

Jed­er Lenker hat einen Durchmess­er von 22,2 mm (am Grif­f­ende), für Griffe gibt es aber nochmal ver­schiedene Durchmess­er – die gängig­sten liegen zwis­chen 30 und 35 mm. Nicht jed­er hat gle­ich große Hände, also kann auch nicht für jeden der gle­iche Durchmess­er passen. Ich zum Beispiel habe zwar schmale Hände aber sehr lange Fin­ger, deswe­gen brauche ich einen bre­it­eren Griff (33 mm) damit ich genü­gend Griff­fläche habe.

Manche mögen aber auch bre­ite Griffe trotz schmaler Hände und ander­sherum, es kommt also bei der Bre­ite ganz auf die per­sön­liche Vor­liebe an. Deswe­gen kann es nicht schaden, auch mal eine andere Griff­bre­ite auszupro­bieren. Grund­sät­zlich gilt aber, je bre­it­er der Griff, desto mehr Kraft braucht man zum Fes­thal­ten. Deswe­gen bevorzu­gen viele eher einen dün­neren Griff.

Wie bre­it der Griff sein soll, ist meis­tens per­sön­liche Vor­liebe.

Die passende Länge

Auch was die Länge bet­rifft, gibt es natür­lich Unter­schiede. Grund­sät­zlich emp­fiehlt es sich fürs Moun­tain­bike kürzere Griffe zu wählen, damit man die Schalt- und Bremshebel schnell gegrif­f­en hat. Trotz­dem gibt es ver­schiedene Län­gen: die gängig­sten sind 130 mm, 135 mm & 142 mm. Die beliebteste Länge ist 135 mm, nicht zu kurz und nicht zu lang.

Wer lieber am Rand vom Griff greift, für den emp­fiehlt sich ein kürz­er­er Griff, am besten ohne Klemm­ring. Wer lieber in der Mitte des Griffs greift, der kann auch eine län­gere Ver­sion aus­pro­bieren. Der Aaron Gwin Sig­na­ture Griff z.B. hat 142 mm Länge. Es gibt auch Griffe mit ver­schiede­nen Län­gen links und rechts, falls man eine Drehgriff-Schal­tung fährt.

Komfort vs Performance

Es gibt nicht umson­st Her­steller wie SQLab, die es sich zur Leben­sauf­gabe gemacht haben, den per­fek­ten ergonomis­chen Griff für jede Art von Rad­fahren zu find­en. Es gibt etliche ver­schiedene For­men und Aus­führun­gen, um die Hand so gut es geht zu ent­las­ten. Ovale Griffe, Flügel­griffe, Griffe mit ver­schiede­nen Durchmessern vorn und hin­ten… die Liste ist unendlich. Im sportlichen Ein­satz ist die größte Schwierigkeit, den Spa­gat zwis­chen Per­for­mance und Kom­fort zu schaf­fen. Deswe­gen konzen­tri­eren sich die Griffe von ODI auf zwei Dinge: bester Grip für die Fin­ger (Per­for­mance) und die Ent­las­tung der Hand­flächen (Kom­fort).

Das kann man erneut am ODI Dread­lock am besten erken­nen: er hat an der Stelle, wo der Griff auf den Ulnarn­erv trifft, auf die Plas­tikhülle verzichtet und “pol­stert” die Hand somit zusät­zlich. Und über die Auss­parun­gen für die Fin­ger haben wir bere­its gesprochen.

ODI Dreadlock
Moment mal, mein Griff ist kaputt! Nein keine Sorge, das muss so.

Lock-On oder kein Lock-On?

Eigentlich ist so gut wie jed­er Griff am Moun­tain­bike irgend­wo mit ein­er Schraube verse­hen, die ihn befes­tigt. Kun­st­stücke mit WD40 oder Spir­i­tus um Griffe zu mon­tieren, sind nur noch die Aus­nahme. Aber das klas­sis­che Lock-On Sys­tem hat seine Tück­en: wer seinen Griff gerne weit außen greift, hat ein kaltes, hartes Stück Met­all, das in die Hand drückt. Aber auch die, die mit­tig greifen, ger­at­en immer wieder an den Klemm­ring, statt an Gum­mi. Deswe­gen erset­zt ODI Stück für Stück die äußere Klemm­schelle aller Griffe durch sta­biles, weich­es Plas­tik und klemmt den Griff nur noch mit ein­er Schraube – prak­tisch und kom­fort­a­bel.

Nur noch eine Klemm­schelle macht die Griffe von ODI noch prak­tis­ch­er und kom­fort­abler

Probieren geht über studieren!

Falls du noch nie darüber nachgedacht hast, ob du eigentlich den passenden Griff an deinem Fahrrad hast, dann entschuldigen wir uns im Voraus für die neue Baustelle. Aber dann hättest du auch nicht auf diesen Artikel gek­lickt, oder? Denk das näch­ste Mal doch ein­fach mal an uns, wenn du neue Griffe brauchst und pro­bier mal was Neues. Oder vielle­icht hast du ja auch erkan­nt, dass du schon den per­fek­ten Griff an deinem Bike hast.

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