Schütze was Du liebst: So kommst Du trailschonend durch den Winter!

Liebe Mit-Moun­tain­bik­er, es ist wieder soweit. Dreck, Nässe, Schlamm, vor manch­er Haustür sog­ar etwas Schnee. Kurz Win­ter. Manche von uns find­en das super und der Fahrrad­markt bietet eine Rei­he her­vor­ra­gen­der Pro­duk­te, die uns das Mis­t­wet­ter ver­süßen: Schlamm­reifen, Schutzbleche, Dirt­suits, und so fort. Also raus in den Wald und im Schlamm spie­len?

Text: Arne Bischoff/ Bilder: Jana Zori­cic, Tucano Urbano, fahrzeit.si

Im Dreck spie­len macht Spaß, keine Frage. Oft ver­gisst man aber, wie sehr die Trails darunter lei­den.

Well, it depends. Je weich­er der Boden, desto mehr Nutzungsspuren hin­ter­lassen wir. Selb­st wenn wir unsere Trails nicht „kaputt“ fahren, über­nutzen wir sie oft. Im aufgewe­icht­en Unter­grund graben sich Reifen­spuren für jeden sicht­bar ein und schreien „hier waren Moun­tain­bik­er“. Je länger der Win­ter dauert, desto tiefer fahren sich Pfützen und Schlamm­löch­er aus. Ger­ade in der Nähe von Städten und im nassen nord­deutschen Win­ter sind viele kleine Pfade für Spaziergänger, Wan­der­er, Dog-Walk­er – kurz – Fußgänger kaum mehr nutzbar – zumin­d­est nicht ohne Gum­mistiefel.

Wer nicht durchfährt, fährt drum herum. Auch nicht besser!

Denn die unsägliche Ange­wohn­heit viel­er Bik­er, noch jedes kle­in­ste Schlamm­loch und jede Pfütze zu umfahren, sorgt dafür, dass links und rechts der Trails immer neue Vari­anten entste­hen. Aus dem einst schmalen Sin­gle­trail wird so inner­halb kürzester Zeit ein ganzes Netz von Wegen. Dort entste­hen wieder Pfützen und Schlamm­löch­er, die erneut umfahren wer­den. Ein Teufel­skreis.

Der Dreck, der am Fahrrad hän­gen bleibt, fehlt am Ende auf dem Trail. Logisch, oder?

Unab­hängig von irgendwelchen Ero­sions­de­bat­ten gebi­eten schon Anstand und Rück­sicht­nahme, es nicht so weit kom­men zu lassen. Denn selb­st, wenn das alles uns als wet­ter­harte Moun­tain­bik­er nicht stört und die Umwelt darunter nicht lei­det, teilen wir diese Wege auch mit anderen. Und Oma Frie­da hat ein genau­so großes Recht ihren Dack­el Walde­mar über kleine, ver­wun­sch­ene Pfade Gas­si zu führen wie Jack, the local Rip­per, dort seinem Sport zu frö­nen.

Was also tun? Ganz einfach: im Zweifel lieber mal verzichten!

  • Wenn ein Weg total ver­schlammt, aus­ge­bombt und zer­fahren ist: Lasst ihn aus, lasst ihn sich erholen, wartet bis er durchgetrock­net oder knüp­pel­hart gefroren ist.
  • Respek­tiert andere Nutzer. Fragt Euch „würde ich mit mein­er Lieb­sten oder meinem Lieb­sten hier gern einen roman­tis­chen Spazier­gang machen wollen?“ Lautet die Antwort nein, nun – dann fahrt den Trail auch nicht (und macht ihn noch kaput­ter).
  • Moore, Wiesen, Senken, Wege, die ohne­hin nass und kom­plett durchgewe­icht sind: just don’t!
  • Sucht Euch wenig fre­quen­tierte Wege abseits der Nutzer­ströme. Denkt Euch alter­na­tive Touren oder Run­den aus, fahrt nicht diesel­ben Trails wieder und wieder. Das ist eh lang­weilig.
  • Bikeparks, Trail­cen­ter, Hell yeah!

Deine passende Ausrüstung

Soll­test du der Ver­suchung also nicht wider­ste­hen kön­nen oder du hast die per­fek­te trail­fre­undliche Route gefun­den, die du jet­zt sofort aus­pro­bieren musst, nimm das hier mit:

  1. Die Tucano Urbano Nano Rain Zeta Regen­jacke haben wir schon dem Härtetest unter­zo­gen und fest­gestellt: sie eignet sich mit ihrem erweit­er­baren Ruck­sack-Reißver­schluss bestens fürs Moun­tain­bike. Auch ohne Kapuze. Das kannst du aber auch nochmal selb­st hier nach­le­sen. UVP 79,95 €
  2. Die FIST Handwear Frosty Fin­gers sind dick­er und wind­dichter als der nor­male FIST Hand­schuh. In Kom­bi­na­tion mit schlichtem Schneeflock­en-Design eignet sich der Frosty Fin­gers bestens für jede Win­ter­runde – egal auf welchem Fahrrad. Wir haben ihn sog­ar schon aus­pro­biert. UVP 39,95 €
  3. Mud Fend­er am Moun­tain­bike sind mit­tler­weile so selb­stver­ständlich wie die 12-fach Schal­tung. Der Vox­om Sb11 passt mit seinem schlicht­en Design an jedes Bike. UVP 11,95 €