ODI Dreadlock
Foto: Jana Zoricic

ODI Dreadlock: warum du Luft in deinen Griffen brauchst!

Der ODI Dread­lock ist nicht nur irgen­dein neuer Griff. ODI hat eine vol­lkom­men neue Tech­nolo­gie aus­pro­biert, die den Dread­lock geschmei­dig weich und gle­ichzeit­ig wider­stands­fähig machen. Wie das geht und wie sich das anfühlt, erzählen wir euch hier.

Text: Jana Zori­cic / Fotos: Jana Zori­cic

Kom­men wir erst­mal zum Namen. Warum heißt der Griff Dread­lock und was hat eine Frisur mit Grif­f­en zu tun? In Ameri­ka ist die Frage wahrschein­lich schneller beant­wortet, denn der Griff wurde in Koop­er­a­tion mit dem US-amerikanis­chen Cross Coun­try Rac­er Tin­ker Juarez entwick­elt. Dieser hat – Über­raschung – seine Dread­locks zu seinem Marken­ze­ichen gemacht.

Abge­se­hen davon, dass Tin­ker Juarez bere­its Leg­en­den­sta­tus hat und allein dafür ein Griff seinen Namen ver­di­ent hat ODI in Sachen Cross Coun­try noch nicht viel vorzuweisen. Deswe­gen sollte der neue Dread­lock-Griff vol­lkom­men neu entwick­elt wer­den. Ein Griff, der per­fekt auf die Bedürfnisse von allen Langstreck­en-Moun­tain­bik­ern abges­timmt ist.

A.I.R.E. Technologie

Hier ist der Name tat­säch­lich Pro­gramm. Auch wenn kein­er so richtig weiß, wofür A.I.R.E. eigentlich ste­ht, hat es trotz­dem was mit Luft zu tun. In ein­er neu entwick­el­ten Tech­nolo­gie, für die ODI mit Kun­st­stoff-Spezial­is­ten zusam­mengear­beit­et hat, wird während des Fer­ti­gung­sprozess­es Luft in die Gum­mimis­chung geleit­et. Das sorgt dafür, dass ODI Griffe mit A.I.R.E.-Technologie genau­so kom­fort­a­bel wie klas­sis­che Schaum­stof­f­griffe sind, aber dafür deut­lich länger hal­ten.

Wer schon­mal mit Schaum­stof­f­grif­f­en gefahren ist der weiß, wie angenehm sie in der Hand liegen, aber auch, wie schnell man die Griffe auswech­seln muss. Nicht mit dem Dread­lock! Der vere­int Halt­barkeit mit Kom­fort.

ODI Dreadlock im Überblick

Es steckt natür­lich noch mehr im ODI Dread­lock-Griff, als nur Luft. Unter­halb des Griffs befind­en sich Auss­parun­gen, die für mehr Grip an den Fin­gern sor­gen. Eine unsicht­bare Auss­parung ist eben­falls erwäh­nenswert: im Plas­tikkern des Griff befind­et sich ein Loch im Bere­ich des Ulnarn­ervs um diesen zu ent­las­ten. Darüber hin­aus haben wir nur eine Klemm­schelle, was die Mon­tage vere­in­facht und ein erhöht­es Grif­f­ende, um Abrutschen zu ver­mei­den.

odi dreadlock

ODI Dreadlock
Oben vs. unten: die Auss­par­run­gen unter­halb des Griffs sor­gen für mehr Grip.

Keine Sorge, das ist kein Pro­duk­tions­fehler, das muss so.

Im Einsatz

In der The­o­rie klingt das ja alles ganz toll, aber wie fühlt sich das Ganze dann an? Wie ihr auf den Fotos vielle­icht schon gese­hen habt, kommt unser paar Dread­lock Griffe nicht frisch aus der Ver­pack­ung. Das liegt daran, dass der Griff nicht erst seit gestern an ein Bike geschraubt wurde. Schließlich müssen wir aus­pro­bieren, ob man denn auch was von diesen ganzen Tech­nolo­gien bemerkt.

So sieht das Ganze mon­tiert aus. Mit der Posi­tion der Auss­parun­gen haben wir rum­ex­per­i­men­tiert. Fest ste­ht: sie soll­ten nach unten.

Mit dem erhöht­en Grif­f­ende find­et man automa­tisch die passende Griff­po­si­tion. Manche greifen aber lieber etwas weit­er außer­halb vom Griff, das wird bei diesem Griff eher ungemütlich.

Gut fes­thal­ten, es geht los!

Erken­nt­nis Nr. 1: wer den Kom­fort von Schaum­stof­f­grif­f­en mag, wird die Dread­locks lieben.

Erken­nt­nis Nr. 2: die Waben unter­halb des Griffs kann man anpassen, wie es einem gefällt.

Erken­nt­nis Nr. 3: Hand­schuhe schützen nicht nur deine Hände, son­dern auch deinen Griff.

Erken­nt­nis Nr. 4: der Dread­lock eignet sich nicht nur für Cross Coun­try Rac­er, son­dern für jeden, der kom­fort­able Griffe sucht.

Erken­nt­nis Nr. 5: Erstaunlich, wie viel Entwick­lung man in einen Griff für UVP 32,95 € steck­en kann.

Appell an die hand­schuhlosen Fahrer: die Dread­locks wer­den rutschig wenn man schwitzt. Lieber auf ein Paar Fist Hand­schuhe set­zen.

Auch bei nasskaltem Wet­ter hat sich die Hand­schuh-Griff-Kom­bi­na­tion als sehr kom­fort­a­bel erwiesen.